Hallo Michi
Drei Sachen stören mich an diesem Bericht:
Auf den Fotos ist deutlich ein Isolationsschaden, verursacht durch Wärme zu erkennen. Auch im Text wurde darauf hingewiesen. Das muss nichts tragisches sein, sollte aber dennoch näher betrachtet werden.
Der Kollektor wurde richtigerweise gesäubert. Leider wurde zu grobes Schleifpapier verwendet, es sind deutliche Riefen sichtbar welche einen erhöhten Verschleis der Kohlebürsten verursachen werden. Hier sollte man mehr Geduld aufwenden und mit nochmals feinerem und anschliesend mit Poliertuch arbeiten. Warum werden keine neuen Kohlebürsten eingesetzt? Möglicherweise sind slche auch nicht als Ersatzteile zu bekommen? Die schon vorhandenen Kohlebürsten werden den Kollektor bald wieder alt aussehen lassen wenn sie wie beschrieben mit Schmiermittel verschmutzt sind.
Warum wurde der Rest des Motors nicht zerlegt und gesäubert? Man hätte die zweite Schnecke abziehen müssen, das ist Mehraufwand, das richtige Werkzeug ist jedoch vorhanden. So hätte man beide Wellenenden an den Lagerstellen begutachten können und ebenso den kompletten Rotor.
Auf der positiven Seite stehen die sauber gemessenen Werte, das ist vorbildlich und erlaubt es nach einer gewissen Zeit den ausgebauten Motor zu Vergleichszwecken erneut zu messen um den Erfolg der Reparatur einschätzen zu können.
Bau doch mal den Motor aus und versuche Die Stromaufnahme (Ampere) bei verschiedenen Spannungen zu bestimmen. Zum Beispiel in 2 Vot Schritten. einmal aufsteigend und anschliessend absteigend. Das in beiden Drehrichtungen. Die Ampere müssten bei den identischen Spannungen in etwa gleich sein. Lass den Motor mal bei höheren Drehzahlen einige Zeit laufen. Starke erwärmung? Ungewöhnliche Geräusche?
Das geht alles relativ einfach ohne den Motor zu zerlegen. Bei Ausgebauten Motor auch gleich die Getriebeteile überprüfen, Ist da ev. etwas beschädigt?
Gruss
Beat