Alle demontierten Teile sind gereinigt und kontrolliert. Die Fernsteuerung ist grob eingestellt (Servowege). Jetzt muss alles wieder zusammengebaut werden. Einige Teile habe ich nicht wieder verwendet / durch neue ersetzt. Es sind dies: Das Sicherheitsventil, das Gaseinfüllventil und die Gasdüse. Bevor das Gehäuse endgültig aufgesetzt wird, habe ich es mal provisorisch auf das Chassis gesetzt um sicher zu sein das nichts im Weg ist. Alle Verbindungen der Gasarmaturen wurden mit Seifenwasser auf Leck's kontrolliert, alles ist dicht. Nun kann das Modell endlich angeheizt werden, auf einem Rollenprüfstand wird es dann ohne Gehäuse "gefahren". Dabei können nun noch Feineinstellungen, hauptsächlich bei der Fernsteuerung, gemacht werden. Ist alles im grünen Bereich kann das Gehäuse endgültig montiert werden, nun sieht das Modell wieder nach Dampflok aus:
Es empfiehlt sich übrigens bei der Demontage besonders gut darauf zu achten dass keine Schrauben verloren gehen und alle Schrauben möglichst gut sortiert aufbewahrt werden. Alle Schraubverbindungen am Modell sind nach britischen Normen gefertigt, Ersatz für solche Normteile aufzutreiben ist aufwändig und zeitraubend.
Fertig ist das Modell aber noch nicht, schon oben hatte ich erwähnt das bei den Argyll-Modellen die Radsätze nicht das gelbe vom Ei sind. Das wurde mir auch vom Hersteller bestätigt weshalb ich vorsorglich Ersatz beschaffte. Die Triebräder sind aus einer Weissmetalllegierung gegossen, man wollte auf Wunsch der Kunden Speichenräder einbauen. Das hat sich nicht bewährt, die Triebräder haben mit der Zeit oft Ausbrüche bekommen, besonders an den Spurkränzen. Als Ersatzteile gibt es die Speichenräder nicht mehr, nur Scheibenräder aus Automatenstahl hergestellt.
Bei meinem Modell sind die Triebräder aber in Ordnung, dafür zeigt die Schleppachse unter dem Steuerhaus einen starken Seitenschlag. Ursache war eine Radscheibe welche nur ganz lose auf der Achse sass. Ich ersetzte diesen Radsatz durch einen neuen. Da mein Modell auch auf Spur 1 Gleisen fahren soll waren die Spurkränze am neuen Radsatz zu hoch (die Triebräder passen interessanterweise). Da ich die Roundhouse Laufradsätze zahlreich an manchen Wagen verwende habe ich mir eine Vorrichtung hergestellt welche es erlaubt die kompletten Radsätze in die Drehbank einspannen zu können:
So können dann die Spurkränze leicht bearbeitet werden:
Gartenbahner welche LGB oder ähnliche Gleise verbaut haben können sich die Prozedur mit dem abdrehen der Spurkränze natürlich sparen

Es war nun an der Zeit für Probefahrten. Dafür durfte ich die MEP Clubanlage nutzen. Dort funktionierte das Modell zuverlässig (Mindestradius = 3 Meter). Bei einer weiteren Fahrt auf einer Gartenanlage mit LGB Gleisen mit Mindestradius R2 (Weichen) neigte das Modell aber zum entgleisen, allerdings nur in Fahrtrichtung vorwärts.....
